Aktuelles


Wiegenlied für die unheile Welt

Tulpenmagnolie

Ich möchte der Welt ein Wiegenlied singen
wie einem kranken Kind,
um alle die Ängste zur Ruhe zu bringen,
die wie im Fieber in Aufruhr sind.


Dann möcht' ich ganz leise den Finger legen
Vor meinen geschlossenen Mund,
um sie zum Stillesein sanft zu bewegen.
Vielleicht wird sie wieder gesund.


Ich möchte, wenn ich sie weinen höre und klagen,
weil der Lärm für die Welt viel zu laut,
alle Störenfriede von ihr verjagen,
damit sie den Liebenden wieder vertraut.


Sie alleine vermögen die Welt zu bewahren
vor Unheil und schlimmen Gebaren der Macht,
damit sie von Krankheit - vielleicht erst nach Jahren -
geheilt in die Zukunft erwacht.


Elli Michler


Erzählen in Zeiten wie diesen

Bibel In Zeiten wie diesen möchten wir allen, die zu Hause sind und dort einen Moment der Stille und der Besinnung suchen, allen, die Trost und Zuversicht benötigen und allen, die zu Hause Do-it-yourself-Gottesdienste feiern, eine Geschichte schenken.
Es ist eine neue, frei erzählte biblische Geschichte des Geschichtenerzählers Thomas Hoffmeister-Höfener. Eine Heilungsgeschichte. In gewisser Weise eine Art Auferstehungsgeschichte. Damit verbinden wir auch einen lieben Gruß, auch an all jene, denen wir uns verbunden fühlen: Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!
Sie finden die Geschichte hier.


Tipps: Familienleben (nicht nur) in Zeiten von Corona gestalten

Seit den verstärkten Corona-Schutzmaßnahmen verbringen die meisten Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern. Durch Homeoffice und Homeschooling konzentriert sich der Alltag auf die eigenen vier Wände. Da kann es schnell zu Reibereien kommen. Deshalb haben eine Psychologin, eine Gemeindepädagogin und ein Landesjugendreferent der EKHN praxisnahe Empfehlungen zusammengestellt:

Der Nachwuchs gräbt sich durch Schulaufgaben beim Homeschooling, viele Eltern verbringen die Arbeitszeit im Homeoffice und auch die Jüngsten müssen meist zu Hause bleiben. Die Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern vor dem Corona-Virus wirken sich längst auf das Familienleben aus. Das kann zu Konflikten führen, aber auch neue Chancen bringen. Gemeindepädagogin Dorothee Engelhardt erklärt: „Wir haben die Chance, ohne großen Zeitdruck etwas gemeinsam zu machen. Wir können Dinge erledigen, die sonst immer liegengeblieben sind.“ Pfarrer Sven Engel, ein Landesjugendreferent in der EKHN, stimmt zu: „Das Miteinander in der Familie lässt sich neu erleben und bedenken. Vielleicht führt es dazu, noch mehr gegenseitiges Vertrauen und Sich-Zutrauen zu wagen.“


Zutrauen in die eigenen Erfahrungen und Kompetenzen

In dieser neuen Situation lässt sich auch auf bekannte Erfahrungen zurückgreifen. „Auch in Ferienzeiten oder wenn die Kinder krank sind, verbringen sie viel Zeit mit ihren Bezugspersonen“, so die Psychologin Jutta Lutzi, die Landeskirchliche Beauftragte für psychologische Beratungsarbeit der EKHN. Sie empfiehlt, sich auf die bisherigen Erfahrungen und eigenen Ressourcen zu besinnen. Sie regt an: „Möglicherweise haben Sie in der Vergangenheit schon einmal bestimmte Einschränkungen erlebt. Was hat Ihnen damals geholfen?“ Damit unterschiedliche Wünsche und Einschätzungen der Kinder und Eltern nicht zu größeren Konflikten führen, haben Psychologin Jutta Lutzi, Landesjugendreferent Sven Engel und die Gemeindepädagogin Dorothee Engelhardt einige Empfehlungen für Familien zusammen gestellt:


In der Familie über das Corona-Virus sprechen:

Ganz klar: Kinder und Jugendliche haben vom Corona-Virus bereits erfahren. Doch Eltern können ihre Kinder dabei begleiten, wie sie das Gehörte und Gesehene einordnen. Zudem sollten sie vor allem bei kleineren Kindern auswählen, über was und wie sie informiert werden.


Mit Gesprächskultur größere Konflikte vermeiden:

Konflikte entstehen oft, weil sich jemand unverstanden fühlt, weil seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden, weil er mehr Nähe oder Distanz braucht. Und aus vielen anderen Gründen. Deshalb hilft es, einige Kommunikations-Tipps zu beachten, damit sich jeder in der Familie gesehen fühlt.


Tagesstruktur entwickeln:


„Wenn Eltern und Kinder gemeinsam für längere Zeit zuhause bleiben müssen, ist es unter anderem wichtig, sich eine Tages- und Wochenstruktur zu geben“, empfiehlt EKHN-Psychologin Jutta Lutzi. Denn äußere Strukturen, die durch den Ablauf von Kita, Schule und Arbeitsplatz gegeben sind, fallen weg. Deshalb seien Familien jetzt gefordert, selbst den Tag und die Woche zu strukturieren. Dazu bemerkt Pfarrer Engel: „So unterschiedlich Personen und Familien sind, so unterschiedlich die Möglichkeiten und Bedürfnisse für eine gute Tagesstruktur.“ Gemeindepädagogin Engelhardt und Pfarrer Engel geben zur Entwicklung einer familiären Tagesstruktur Impulse:


Ideen für die freie Zeit:


Psychologin Jutta Lutzi erachtet es für wichtig, „diese Zeit nicht nur unter dem Vorzeichen des Verzichts zu sehen, sondern auch mit den Kindern nach kreativen Alternativen zu schauen.“ Gemeindepädagogin Engelhardt und Pfarrer Engel geben dazu Impulse.


Homeschooling:

So manche Schülerin und so mancher Schüler hatte schon vor der Corona-Krise seinen Kampf mit den Hausaufgaben. Pfarrer Engel kennt einige Tipps, wie Kinder und Jugendliche dazu motiviert werden können, etwas für die Schule zu tun.


Wenn es doch zum Streit kommt:

Nicht alle Konflikte lassen sich vermeiden. Oft haben sie einen guten Grund. Dem gilt es, auf die Spur zu kommen und nach Lösungen zu suchen.


„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
(2. Timotheus 1,7)

Quelle: ekhn.de, Rita Haering